Aktuelles

Programm Wintersemester 2023/24

Gastvorträge

Mittwoch, 15. November, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Johannes Wienand, Universität Braunschweig: Wie ein verlassenes Ei: Die belagerte Hauptstadt bei Theodor Synkellos, Hegelstr. 59, Seminarraum R 208/2012 (EG)

Abstract des Vortrags: Im Jahr 626 wurde Konstantinopel von einer Allianz bestehend aus Avaren, Slaven, Bulgaren und Gepiden belagert und angegriffen, während ein persisches Kontingent die asiatische Seite entlang des Bosporos kontrollierte. Der Kaiser befand sich in dieser delikaten Situation auf dem Feldzug gegen die Perser etwa 1.000 Kilometer entfernt von der Hauptstadt an der pontischen Schwarzmeerküste. Als Augenzeuge des Angriffs auf Konstantinopel und als Mitglied des Klerus der Hagia Sophia hat Theodor Synkellos wenig später, als der Feldzug des Kaisers gegen die Perser noch immer nicht entschieden war, eine Deutung der erfolgreichen Abwehr der Gefährdung der Hauptstadt entwickelt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie der Text mit dem Problem der kaiserlichen Abwehr umgeht und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in dieser Hinsicht zu anderen zeitgenössischen Texten bestehen. Um das Verhältnis von ereignis-, struktur- und diskursgeschichtlichen Faktoren bewerten zu können, werden auch die faktischen Implikationen der kaiserlichen Abwesenheit und die Konsequenzen für die Reintegration des Kaisers in das hauptstädtische Setting seiner Herrschaft in die Überlegungen einbezogen.

 

Mittwoch, 20. November, Lecture Recital von Holly Scarborough und Philipp Wingeier, 18.00 c.t. im Hörsaal der Musikwissenschaft / Philosophicum (organisiert in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft)

Music of the 16th-century Landsknechte: Maximilian’s Military Flute and Drum (Lecture-Recital). Holly Scarborough, accompanied by Philipp Wingeier

Abstract: Recalling Alexander the Great, Emperor Maximilian I credits his domination in battle to the flutes and drums which “uplifted not only the hearts of men, but their sound filled the air besides.” These instruments provided an important, characteristic soundtrack for the Landsknechte, playing marching improvisations to keep troops moving and giving crucial signals for attacks and pike formations, thus standing together with the flag-bearer as a triadic military symbol of power. Iconographical and written records reveal a flute-and-drum ensemble which was active both on the battlefields and off-duty with dance and leisure music. An analysis of written repertoire provides examples of how marching improvisations sounded, and certain polyphonic sixteenth-century art songs – whether referencing religious crusade against the Turks or the Landsknechte themselves – are used to propose monophonic music that could have been enjoyed in soldiers’ camps and hailed by Maximilian as the reason for his martial success. Musical examples of military, dance, and leisure flute-and-drum music of the Landsknechte will be performed on historical reconstructions of Renaissance instruments by Ensemble Zweigulden < https://www.hollyscarborough.com/zweigulden >

 

Öffentliche Vortragsreihe Kriegskulturen: Historische und gegenwärtige Perspektiven

Gastvortrag am Dienstag, 6. Februar 2024, 18.15 Uhr (P 207)

Prof. Dr. Jan Claas Behrends, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam: Grenzen der Verrechtlichung? Illegitime Militärgewalt der Sowjetischen und Russischen Armee
(1956-2022)"

 

Forschungskolloquium

Im Wintersemester 2023/24 entfällt das reguläre Forschungskolloquium. Stattdessen findet am 21./22. Februar 2024 das interne "Respondent-Format" statt.

 

 

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