Aktivitäten

Tagung "Antike Kulturen des Mittelmeerraumes"

Unser Doktorand Philipp Margreiter war vom 12. bis zum 13. November auf der Tagung Antike Kulturen des Mittelmeerraumes in Innsbruck. Auf dem gemeinsamen Doktorand*innen-Kolloquium der Universitäten Graz, Innsbruck und Salzburg stellte er in seinem Vortrag „Historisches Narrativ und archäologischer Befund. Prokops De Aedificiis und das justinianische Bauprogramm in Nordafrika“ Ergebnisse seiner Dissertation vor.

Mehr dazu unter: https://www.uibk.ac.at/alte-geschichte-orient/veranstaltungen/archiv/2021/akme-2021_programm_form.pdf

 

 

 

 

 

"Chi mi chiama alla gloria..." Byzantinische Kaiser zwischen Ruhm und Dekadenz

Unter diesem Titel lud das GRK am 27. Oktober 2021 in die Hochschule für Musik ein, wo uns ein wunderschöner Abend erwartete. Unter der Leitung von Christan Rohrbach am Cembalo sangen Schülerinnen und Schüler von Prof. Dr. Claudia Eder Ausschnitte aus Händels und Vivaldis Giustiono. Organisiert hatte dieses Event Gwendolyn Döring, selbst Schülerin von Prof. Eder, in Anlehnung an ihr musikwissenschaftliches Dissertationsprojekt  zur Rezeption byzantinischer Herrscherpersönlichkeiten im italienischen Musiktheater der Frühen Neuzeit. Mit Hilfe des von ihr liebevoll gestalteten Programmhefts und der jeweils erläuternden Einführungen von Gwendolyn Döring erschloss sich der Inhalt dieser großen Werke in den Ausschnitten ebenso wie seine musikwissenschaftliche Bedeutung im Rahmen des GRK Themas.

 

linkes Bild: Gwendolyn Döring inmitten der Sängerinnen und Sänger beim Schlussapplaus

rechtes Bild: "La sprezzo!" Die Verachtung ist der Figur der Arianna anzusehen

 

 

Das Giustino Konzert war der passende Rahmen, um uns bei Prof. Dr. Dieter Quast und Dr. Antje Kluge-Pinsker für Ihr Engagement bei der Erstellung des Stadtrundgangs zu bedanken! Entstanden ist das Konzept im Rahmen des im Studienprogramm enthaltenen "Öffentlichkeitswirksamen Vermittlungsformats", welches die beiden MitarbeiterInnen unseres Kooperationspartners RGZM über zwei Semester geleitet haben. Andrea Stabel hat die Broschüre designt, herzlichen Dank dafür!

 

 

 

 

 


Tag der Landesgeschichte am 09. Oktober, Ingelheim

Am 9. Oktober fand der Tag der Landesgeschichte Rheinland-Pfalz digital und im Weiterbildungszentrum in Ingelheim statt. Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Auftakt für das Landesjubiläum "75 Jahre Rheinland-Pfalz".

Das Schwerpunktthema lautete "Mittelalter digital" und wir als GRK waren vor Ort, um unseren Stadtrundgang vorzustellen.

[Florian Groll, Sonja Ulrich und Philipp Margreiter im Gespräch mit Hendrik Hering, Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags]

Vortrag von Sophia Sonja Guthier auf der Online-Konferenz “The Ancient and Byzantine World in the Light of Interdisciplinary Research”, Ivane-Javakhishvili-Universität Tiflis

Vom 22. bis 24. September 2021 veranstaltete das Institut für Klassische Philologie, Byzantinistik und Neogräzistik der Ivane-Javakhishvili-Universität Tiflis eine Online-Konferenz mit dem, zum Graduiertenkolleg 2304 passenden, Titel “The Ancient and Byzantine World in the Light of Interdisciplinary Research”. Die Konferenz war dem 150. Jahrestag von Grigol Tsereteli, dem 100. Jahrestag des von Grigol Tsereteli gegründeten Lehrstuhls für Klassische Philologie an der Ivane-Javakhishvili-Universität Tiflis und dem zweihundertsten Jahrestag der griechischen Revolution gewidmet. 96 Wissenschaftler aus 25 Ländern (fünf Kontinenten) nahmen an der Konferenz teil. Dementsprechend vielfältig war das Programm. Am Eröffnungstag wurden das Leben des Altphilologen Grigol Tsereteli (1870-1938) und sein bedeutsames Wirken im Bereich der Fachdisziplin Papyrologie, die er mitbegründet hat, thematisiert.

In den beiden Folgetagen gab es verschiedene Sessions:
- Reception of Ancient and Byzantine World
- Topical Issues of Byzantine Studies
- Topical Issues of Ancient Studies
- Ancient and Byzantine World and Georgia

Sophia Sonja Guthiers Vortrag “Varangians and Slavs as a Threat to Byzantium in 18th Century Russian Textual Culture” am 24.09.2021 war Bestandteil der Session “Topical Issues of Byzantine Studies“. Der Fokus der Präsentation lag auf der Darstellung der Schlacht Olegs im Jahre 907 gegen Byzanz in der russischen Historiographie des 18. Jahrhunderts. Hierfür ging sie in ihrem Vortrag zunächst auf die Fragestellungen ihrer Dissertation, die Methoden, den historischen Kontext des 18. Jahrhunderts und die russischen Geschichtsschreiber Michail Lomonosov, Michail Ščerbatov und Vasilij Tatiščev ein. Daraufhin folgte eine Analyse der Textstellen zur Schlacht im Jahr 907 der drei russischen Geschichtsschreiber. Die Rückmeldungen zu dem Vortrag waren positiv.
Es war eine beeindruckende und interessante Tagung, mit vielem Austausch, unterschiedlichsten Gesichtern und Themen, die den eigenen Wissensschatz bereichert haben!


Helen Wiedmaier und Bart Peters - Tagungsbericht Chemnitz, 18. August 2021

Am 18. August nahmen die Promovierenden Helen Wiedmaier und Bart Peters an dem Workshop „Aktuelle Forschungen zum Krieg im Mittelalter“ von Prof. Dr. Clauss und Sebastian Schaarschmidt von der Universität Chemnitz teil. Dieser Workshop war als Plattform gedacht, auf der Mediävist*innen ihre aktuellen Projekte zur mittelalterlichen Militärgeschichte präsentieren und diskutieren konnten. Die Veranstaltung war dabei extra als Workshop konzipiert, um den Referent*innen die Möglichkeit zu bieten, Feedback einzuholen und offene Fragen zu klären.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Helen Wiedmaier stand die Rolle der Landschaft bei der Gestaltung eines Kämpferdiskurses im Kontext der Schlacht am Morgarten. Helen Wiedmaier untersuchte verschiedene historiografische Quellen des 14. Jahrhunderts und konnte zeigen, wie die Chronisten die Landschaft nutzen, um die beteiligten Kämpfer moralisch zu verorten und ein Urteil über die Legitimität ihrer Kämpfe zu fällen. Dies gelang den Chronisten beispielsweise durch die Verwendung Bibelzitate, mittels deren die Kämpfer der Schlacht am Morgarten mit biblischen Figuren zu parallelisiert wurden.

Bart Peters Vortrag beschäftigte sich hingegen mit der narrativen Darstellung militärischer Täuschungen in den Erzählungen Süditaliens. Die bisherige Forschung beschäftigte sich überwiegend mit den Listen der normannischen Hautevilles, ohne den Erzählkorpus der Langobarden Süditaliens zu berücksichtigen. Bart Peters zeigte anhand dieser bislang unberücksichtigten Quellen, dass die Langobarden während ihrer kriegerischen Interaktionen mit Feinden wie den Arabern, Byzantinern und Franken selbst fähige Trickbetrüger waren.

Beide Präsentationen wurden sehr positiv aufgenommen und rege diskutiert, sodass sowohl Helen Wiedmaier als auch Bart Peters wertvolle Anregungen für ihre Forschung mitnehmen konnten.


Sonja Ulrich und Helen Wiedmaier - Tagungsbericht "Geschichte wird von den Besiegten geschrieben", Bochum, 10.-12. Juni 2021

Die von der Universität Bochum organisierte Tagung ‚Geschichte wird von den Besiegten geschrieben. Darstellung und Deutung militärischer Niederlagen in Antike und Mittelalter‘ (10.-12.6.) bot für uns - Helen Wiedmaier und Sonja Ulrich -  wie für zahlreiche WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Epochen einen tollen Anlass, um sich über das große und spannungsreiche Feld geschichtlicher Niederlagen auszutauschen.

Das Programm umfasste eine Dauer von 3 Tagen voller anregender Vorträge, die sich ihrerseits mit einer Zeitspanne von den Anfängen der antiken Geschichtsschreibung bis hin zu mittelalterlichen Chroniken erstreckten. Für unsere eigenen Themengebiete, die wir in diesem Rahmen präsentieren konnten, waren Gesamtthema der Tagung, Austauschmöglichkeiten, Rückmeldungen und Ergebnisse eine große Anregung. Sonja Ulrich sprach über die Kriegshistoriographie des Orosius, die aus der Niederlage der Romplünderung unter Alarich und den Goten heraus entstanden ist, während sich Helen Wiedmaier mit der Gegenüberstellung verschiedener Personen in der spätmittelalterliche Historiographie und deren Funktion als positive oder negative Vorbilder für die Lesenden der Texte auseinandersetzte. Dass gerade das Feld von Niederlagen, deren Darstellungen und Deutungen großes Potential eröffnet, um den Blick für problematische Ereignisse und deren Verarbeitungsprozesse zu schärfen, wurde als ein Ergebnis dieses interepochalen Austausches deutlich.

Die Ergebnisse der Tagung werden sicherlich für die weitere Arbeit an unseren Dissertationen noch lange gewinnbringend sein. Ein Publikationsband soll im Lauf des nächsten Jahres erscheinen. (Nachtrag: Tagungsbericht auf HSozKult hier)

 


„Münzen in Bewegung“

Ein neuer YouTube Kanal von NumisVlogs bietet in kurzweiligen Videos einen Einblick in die Viefältigkeit der Numismatik. Aufgeteilt in sechs Themenblöcke präsentieren über 40 Numismatiker*innen Münzen und ihre Geschichte. Unsere Doktorandin Sophia Hanelt ist auch mit dabei. In ihrem Beitrag zu den Vota Prägungen römischer Kaiser wird die Funktion kaiserlicher Jubiläen anschaulich erläutert - hier geht es zum Video. NumisVlogs ist eine von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt von Tübinger Nachwuchswissenschaftler*innen. Ziel des Projekts ist die Sichtbarmachung Kleiner Fächer außerhalb der universitären Lehre. Mit neuen medialen Ansätzen sollen besonders jüngere Generationen angesprochen und für Kleinere Fächer begeistert werden. Informationen zum Projekt gibt es hier.

 

Das GRK 2304 wünscht Frohe Ostern!

 

 


Florian Groll in die Gutenberg Akademie aufgenommen!

Wir gratulieren unserem Doktoranden Florian Groll herzlichst zur Aufnahme in die Gutenberg Akademie! Diese 2006 gegründete, interdisziplinäre Einrichtung der JGU Mainz bietet bis zu 25 herausragenden Doktorand*innen die Möglichkeit zum fächerübergreifenden Austausch mit internationalen Expert*innen. Im Zentrum steht neben dem speziellen Fachwissen die Auseinandersetzung mit allgemeinen Wissenschaftsdiskursen.
Durch ein spezifisches Mentoring-Modell werden die Juniormitglieder bei ihrem beruflichen Weg in die Wissenschaft unterstützt und gefördert. Die Gutenberg Akademie schafft Räume der Vernetzung und bietet exzellenten Nachwuchswissenschaftler*innen Ausblicke auf andere universitäre oder nichtwissenschaftliche künftige Tätigkeitsfelder.

 


Vortrag von Florian Groll beim Workshop „Family Affairs. Ancient families in conflict – among legacy, resilience, and identity“

Am 15.01.2021 veranstaltete das an der Universität Hamburg angesiedelte Institut für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraums den Workshop „Family Affairs. Ancient families in conflict – among legacy, resilience, and identity“. Die Veranstaltung beleuchtete sowohl aus althistorischer als auch aus archäologischer Sicht, wie Familien in der Antike mit Konfliktsituationen verschiedenster Art umgingen. Unser Doktorand Florian Groll (Alte Geschichte) beteiligte sich mit dem Vortrag „Die Sieghaftigkeit der römischen Kaiserfamilie und das sieglose Ende eines jungen Familienmitglieds. Zur Marcelluspassage in Vergils Aeneis“ an dem Workshop. In seinem Beitrag zeigte er auf, wie es Vergil in dessen Text durch ein raffiniertes dichterisches Verfahren gelingt, aus einem großen Rückschlag für den ersten römischen Prinzeps Augustus, dem Tod von dessen Neffen Marcellus, dennoch propagandistisches Kapital zu schlagen. Vergil erreicht dies durch den Hinweis, dass Marcellus derart übermächtig und maßlos sieghaft gewesen sei, dass selbst die Götter die zu erwartende Übermacht Roms missgönnt und den jungen Mann daher aus dem Leben genommen hätten. Florian Groll legte dar, dass der Dichter durch diese Strategie einerseits den ruhmlosen Krankheitstod des Marcellus kaschiert und andererseits den paradoxen Eindruck erzeugt, dass dieses unglückliche Ereignis geradezu ein Ausweis der gewaltigen Leistungsfähigkeit des Verstorbenen gewesen sei. Der Tod eines jungen Mitgliedes der domus Augusta wird von Vergil also von einem erklärungsbedürftigen, das augusteische Erfolgsnarrativ gefährdenden Rückschlag in das vollkommene Gegenteil, einen Beleg für die enorme Sieghaftigkeit des römischen Herrscherhauses, transformiert. Die Marcelluspassage zeigt damit, wie gut die augusteische Herrschaftsrepräsentation dazu in der Lage war, ein standhaftes, widerstandsfähiges Bild der Familie des Prinzeps zu vermitteln und so zu deren Etablierung an der Spitze des römischen Gemeinwesens beizutragen.


Vortrag von Bart Peters auf der Tagung „Wege aus der Krise. Umbrüche und Normalitätsnarrative in Franken in vergleichender historischer Perspektive“

Am 19. und 20. Oktober veranstaltete das Institut für fränkische Landesgeschichte der Universitäten Bayreuth und Bamberg die Tagung "Wege aus der Krise. Umbrüche und Normalitätsnarrative in Franken in vergleichender historischer Perspektive." Inspiriert durch die aktuelle globale Krise, die durch die Pandemie verursacht wird, untersuchte die interdisziplinäre Konferenz, historische Beispiele für die „Rückkehr zur Normalität." Den Auftakt bildeten am ersten Konferenztag Vorträge, die lokale Beispiele aus Franken diskutierten. Der zweite Tag, an dem Bart Peters seinen Vortrag hielt, bestand aus einem Teil einer Reihe von Vorträgen, die eine globale Perspektive auf "Wege aus der Krise" über Franken hinaus boten. Ziel der Konferenz war es, die Prozesse nach einer Krise näher zu beleuchten, wenn die Menschheit versuchte, zu einer als verloren empfundenen Normalität zurückzukehren. Diese 'neue Normalität' war jedoch immer durch eine Veränderung gegenüber der vorherigen Normalität gekennzeichnet. Zentrale Fragen, die gestellt wurden, waren: Wie wurde dieser Weg zu einer 'neuen Normalität' erreicht? Wer war in den Entscheidungsprozess eingebunden? Was war die Effektivität und Nachhaltigkeit der Veränderungen? Diese Fragen werden auch im Mittelpunkt eines Sammelbandes stehen, der in naher Zukunft erscheinen wird. Unser Doktorand Bart Peters hielt einen Vortrag über den Einfluss von Schlachtreden auf Krisensituationen in Schlachten anhand von Beispielen aus dem im elften Jahrhundert verfassten lateinischen Epos „Die Taten des Robert Guiscard“ von Wilhelm von Apulien.


Das GRK 2304 wünscht ein Frohes Weihnachtsfest!

 

 

Workshop zum Thema „Bildanalyse“ mit Prof. Dr. Corinna Reinhardt und Prof. Dr. Heike Schlie

Am 20. November 2020 durfte das GRK 2304 Frau Prof. Dr. Reinhardt (Erlangen/Nürnberg) und Frau Prof. Dr. Schlie (Augsburg) zu einem digitalen Workshop unter Leitung von Frau Prof. Dr. Verstegen (Erlangen/Nürnberg) begrüßen. In Bezug auf unsere Dissertationsprojekte wurden aktuelle Herangehensweisen und Theorien der historischen Bildanalyse besprochen. Vertieft und angeregt diskutiert wurde das Wissen zudem durch direkte anwendungsbezogene Analysen an ausgewählten Beispielen des Mittelalters und der klassischen Antike. Wir bedanken uns herzlich bei den beiden Vortragenden!


Vortrag von Helen Wiedmaier auf der Tagung “Ein(ver)nehmen? ‚Eroberte‘ als Diskursteilnehmer zwischen Selbstinszenierung und Sinnstiftung in der Vormoderne”

Bei der vom 12. bis 14. November 2020 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfindenden Tagung "Ein(ver)nehmen? ‚Eroberte‘ als Diskursteilnehmer zwischen Selbstinszenierung und Sinnstiftung in der Vormoderne” hielt unsere Doktorandin Helen Wiedmaier einen Vortrag über die Darstellung der Besiegten in der Historiografie des 14. Jahrhunderts am Beispiel der Schlacht von Mühldorf. Der Vortrag wurde rege diskutiert und als wertvoller Beitrag zu dem übergeordneten Thema der Tagung angesehen. Die Tagung befasste sich mit der Rolle der Eroberten und Besiegten mit besonderem Fokus auf die unterschiedliche Wahrnehmung historischer Ereignisse durch diese Gruppen. So versuchten beispielsweise ‚Eroberer‘ häufig, die ihre Aktionen zu legitimieren, während ‚Eroberte‘ – abhängig davon, ob sie auf der Verlierer- oder Siegerseite standen – entweder die ‚Eroberer‘ narrativ angriffen oder ihre eigene Niederlage verleugneten. Zudem wurde rege der Begriff der ‚Eroberten‘ diskutiert und festgestellt, dass dieser lediglich einen Arbeitscharakter aufweist und je nach Situation anders definiert werden muss. Teilweise nahmen sich ‚Eroberte‘ selbst nicht als solche wahr, oder es kam zu einer regen Zusammenarbeit mit den ‚Eroberern.‘ Die Tagung ermöglichte es, diese Problematik anhand verschiedener Beispiele vom Frühen Mittelalter bis hin zur Frühen Neuzeit zu beleuchten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und miteinander zu teilen.


Lateinische Sommerschule in Bern

Vom 31. August bis zum 11. September 2020 fand wieder der jährliche Sommerkurs "Fachspezifisches Latein" an der Universität Bern statt, auf den sich auch unsere Doktorandin Helen Wiedmaier erfolgreich bewarb. Im Rahmen des Kurses beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit lateinischen Quellen aus der Zeit der klassischen Antike bis hin zur Frühen Neuzeit. Dabei wurden gemeinsam Texte übersetzt, Grammatikphänomene in den Blick genommen und Themen besprochen, die sich die Teilnehmenden gewünscht hatten, wie beispielsweise Bibelübersetzungen oder Epigraphik. Helen Wiedmaier hatte zudem ebenso wie die anderen Teilnehmenden die Möglichkeit, einzelne Quellen aus ihrer geplanten Dissertation in einem Einzelgespräch mit Prof. Dr. Gerline Huber-Rebenich zu besprechen und so wertvolle Impulse für die weitere Arbeit zu erhalten.


Internationale Vernetzung, coronabedingt im kleinen Kreis

Im Rahmen des EU Projekts Research Infrastructure on Religious Studies (ReIReS) forscht im Juli 2020 Frau Dr. Ana-Maria Raducan (Bukarest) zum Thema "Byzantine Mystics and Philosophers" an der JGU. Wir freuen uns, dass wir sie zumindest im kleinen Kreis im GRK begrüßen konnten.


 

"Timur in Drama und Oper. Variationen einer Geschichte". Unter diesem Titel gab uns Prof. Dr. Reinhard Strohm, Oxford, einen Einblick in sein langjähriges Forschungsfeld. Ein Abstract des Vortrags finden Sie hier

 

 

 

Workshop "Historische Diskursanalyse" mit anschließendem Gastvortrag von Prof. Dr. Reiner Keller (Augsburg)

Der 7. Juli 2020 stand ganz im Zeichen der Diskursanalyse. Am Nachmittag erarbeiteten sich unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Gindhart (Bamberg/Mainz) und Sandra Hofert (Mainz) die Graduierten die Grundlagen Historischer Diskursanalyse. Das diskursanalytische Arbeiten wurde in einem zweiten Teil an zwei Forschungsgebieten (frühneuzeitliche Kometenliteratur, mittelalterliche Naturdidaxe) exemplifiziert. Für den Abend konnten wir Prof. Dr. Reiner Keller (Augsburg) zu einem öffentlichen Abendvortrag gewinnen "Bleibt alles anders. Wissensoziologische Diskursanalyse und die Analyse historischer Wissensverhältnisse und Wissenspolitiken". Die Veranstaltung war bereits für Februar geplant gewesen, musste dann aber aufgrund des Orkans "Sabine" kurzfristig entfallen. Umso mehr freuen wir uns, dass sich alle Beteiligten bereit erklärt haben, die Veranstaltung digital durchzuführen.


Workshop "Einführung in die Digitale Netzwerkanalyse" am 15. Mai 2020

Wir danken Dr. Johannes Preiser-Kapeller für diese Einführung in die Digitale Netzwerkanalyse. Und wie es sich für echte Meenzer gehört, wurde das Übungsnetzwerk natürlich "Spundekäs" getauft. Leider musste der in Kooperation mit MAINZED geplante öffentliche Gastvortrag corona-bedingt entfallen. Ein Nachhol-Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 


Workshop "Karriereperspektiven"

Das GRK bietet derzeit 12 Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, ihre Dissertation in einem strukturierten Promotionsprogramm zu erarbeiten. Doch wie geht es im Anschluss weiter? Diese Fragen konnten die Doktorandinnen des Kollegs am 22. April 2020 diskutieren im Workshop "Karriereperspektiven für Nachwuchswissenschaftlerinnnen" (Leitung Dr. Deimann via ZOOM)

 


Aufgrund der aktuellen Corona-Lage ist die Universität bis auf Weiteres im Notbetrieb. Das GRK 2304 geht ins Homeoffice, die Geschäftsstelle ist aber wie gewohnt telefonisch oder per email erreichbar. Bleiben Sie gesund! Ihr GRK 2304

 


Tagesexkursion des GRK 2304 nach Karlsruhe am 26. Februar 2020

Zunächst stand ein Besuch der Badischen Landesausstellung "Kaiser und Sultan. Nachbarn in Europas Mitte 1600-1700" auf dem Programm. Einige nutzten zudem die Gelegenheit, die Ausstellung "Hans Baldung Grien. heilig / unheilig" in der Staatlichen Kunsthalle zu besuchen. Am Abend dann das Highlight, Feldstudie im feinen Zwirn: Die Oper "Serse" im Rahmen der Händel Festspiele im Badischen Staatstheater. Vielen Dank an Prof. Dr. Klaus Pietschmann und Gwendolyn Döring für die Vorbereitung und die musikwissenschaftliche Einführung im Vorfeld der Exkursion.

 


 

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des GRK 2304 ein Frohes Weihnachtsfest!

 


Gastvortrag am 18. Dezember 2019

Unter dem Titel "The Warrior Culture in Medieval Japan" schloss der Gastvortrag von Prof. Dr. Thomas Conlan (Princeton) die Ringvorlesung des Sommersemester "Außereuropäische Kriegskulturen" ab.


International Conference "Ruling an Empire in a Changing World", 20.-22.11.2019

Vom späten 4. bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts wurden Verwaltungslisten zusammengestellt, welche unter dem Namen Notitia Dignitatum bekannt geworden sind. Diese Kompilation ermöglicht heute einen einzigartigen Einblick in die Verwaltungs- und Heeresstrukturen des in Ost und West geteilten spätantiken Römischen Reiches. Insbesondere die Vielzahl und Qualität der Illustrationen, wie auch der gesamte Aufbau und Charakter des Dokumentes deuten an, dass es sich bei der Urfassung um kein Verwaltungshandbuch im herkömmlichen Sinne handelte. In der Forschung nahm die Aufarbeitung der Überlieferungsgeschichte einen ebenso hohen Stellenwert ein wie die Verwendung als historische Quelle. Die Tagung an der Uni Freiburg wurde mitorganisiert von unserem assoziierten Doktoranden Marko Jelusic. Nähere Informationen gibt es hier hier


Tagung "Dominant, verführend, ewig schuld - Frauen im Umfeld des Herrschers. Herrschaft im interkulturellen Vergleich, Mainz 21.-22. Oktober 2019.

Die interdisziplinäre Tagung wird organisiert von der Arbeitsgruppe "Kraftprobe Herrschaft", in der Fachvertreten archäologisch-philologisch und theologisch-historischer Bereiche der JGU Mainz sich zusammengeschlossen haben, um die Bewertung des Erfolgs und Versagens von Herrschern der Alten Welt in Gegenwart und Vergangenheit zu erforschen. Aus dem Trägerkreis des GRK 2304 sind beteiligt: Prof. Dr. Heide Frielinghaus, Prof. Dr. Heike Grieser, Prof. Dr. Ludger Körntgen, Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch.  Zu weiteren Informationen zur Tagung und zur Arbeitsgruppe gelangen Sie  hier


Thesssaloniki Exkursion

Vom 22. bis 28. September organisierte der Arbeitsbereich Byzantinistik eine Exkursion nach Thessaloniki und zahlreiche Mitglieder der Gruppe nutzen die Möglichkeit zur Teilnahme. Auf dem Programm standen unter anderem der kaiserliche Palast, der Galeriusbogen, aber auch zahlreiche Kirchen aus der Mittel- und Spätbyzantinischen Periode. Bei herrlichem Wetter gab es zudem eine Rundfahrt um die berühmte Mönchsrepublik auf dem Berg Athos.


Workshops zur Textanalyse "Prokop" und Herodot"

Gleich zwei Workshops im Mai und im Juni 2019 beschäftigten sich mit Historischer Textanalyse. Prof. Dr. G. Greatrex, für einen Forschungsaufenthalt an der JGU, hatte sich bereit erklärt, den Graduierten des Kollegs eine Einführung in die Texte Prokops zu geben. In Ergänzung dazu stellte wenige Wochen später unser Postdoc Dr. Roman Shliakhtin Textausschnitte aus den Werken Herodots zur Diskussion und verdeutlichte an Ihnen den Zugang und die Analyse historischer Quellentexte.


Sonderausstellung "Faszination Schwert"

Am 17. März 2019 führte eine Tagesexkursion nach Stuttgart ins Württembergische Landesmuseum in die dortige Sonderausstellung "Faszination Schwert". Herzlichen Dank an Dr. Klaus Georg Kokkoditis, dem Referatsleiter Archäologie des frühen und hohen Mittelalters, für die umfangreiche Führung! Fast so gut wie die Ausstellung sind übrigens die Marketing-Videos des Museums zur Sonderausstellung: link zum ersten Video und link zum zweiten Video

 


Workshop "Transkulturelle Geschichte"

Am 11. Januar fand der erste Workshop des GRKs statt. Unter dem Rahmenthema "Transkulturelle Geschichte: Wege des Kulturtransfers in vormodernen Gesellschaften" stellten Prof. Dr. Wolfram Drews (Münster), Prof. Dr. Christoph Ulf (Innsbruck) und Prof. Dr. Roland Scheel (Göttingen) verschiedene Aspekte einer transkulturellen Zugangsweise zu historischen Themen vor. Der geplante Vortrag von Dr. Margit Mersch (Bochum) musste verletzungsbedingt leider entfallen.